Immobilie bewerten
Straßenzeile aus Jugendstil-Mehrfamilienhäusern mit Balkonen und Stuckfassaden

Zinshaus & Mehrfamilienhaus verkaufen

Käufer von Anlageimmobilien entscheiden über Zahlen. Wir bewerten Ihr Haus über den Ertrag, bereiten Mietverträge und Unterlagen als Anleger-Dossier auf und sprechen vorgemerkte Anleger direkt an, auf Wunsch komplett off-market.

Zinshaus oder Mehrfamilienhaus in Berlin verkaufen: so gehen wir vor

Ein Zinshaus verkauft sich nicht wie eine Wohnung. Käufer sind fast immer Kapitalanleger, Family Offices oder Bestandshalter, und die entscheiden über Zahlen: Mietaufstellung, Kosten, Zustand und das Potenzial, das in den Mieten und im Haus steckt. Der Preis wird über den Ertrag hergeleitet, also Jahresnettokaltmiete mal Faktor, nicht über den Quadratmeterpreis aus dem Portal.

Beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses gehen wir deshalb in vier Schritten vor:

  1. Bewertung über den Ertrag. Ist-Mieten, ortsübliche Miete, nicht umlegbare Kosten und Instandhaltungsstau ergeben einen Faktor, den Käufer nachvollziehen können. Weil wir selbst Mietshäuser verwalten, rechnen wir mit Erfahrungswerten statt Wunschzahlen.
  2. Anleger-Dossier und Datenraum. Mietverträge, Betriebskostenabrechnungen, Grundbuch, Baulasten, Energieausweis und Wartungsnachweise liegen geordnet vor, bevor der erste Käufer fragt. Das spart Wochen in der Prüfung und schützt den Preis.
  3. Gezielte Ansprache statt Massenportal. Wir sprechen vorgemerkte Anleger aus unserer Käuferkartei direkt an, auf Wunsch komplett off-market, ohne dass das Haus je öffentlich erscheint.
  4. Verhandlung bis zum Notar. Wir vergleichen Angebote nicht nur nach Preis, sondern nach Finanzierungsnachweis, Bedingungen und Tempo, und begleiten die Übergabe der Mietverhältnisse.

Milieuschutz, Vorkaufsrecht des Bezirks oder eine geplante Aufteilung in Eigentumswohnungen verändern Käuferkreis und Preis erheblich. Das klären wir vor dem Start der Vermarktung. Wie Käufer ein Zinshaus durchrechnen, zeigt unser Ratgeber Mehrfamilienhaus kaufen in Berlin; wie Gutachter über den Ertrag bewerten, steht im Beitrag zu den drei Bewertungsverfahren.

Zinshaus kostenlos bewerten lassen

Mehrfamilienhaus-Wertermittlung in Berlin: so rechnen Käufer und Banken

Für ein Mehrfamilienhaus zählt nicht der Quadratmeterpreis aus dem Portal, sondern der Ertrag. Gutachter wenden dafür das Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) an, Käufer und Banken übersetzen es in den Kaufpreisfaktor. Wir rechnen Ihnen beide Sichten vor, damit Ihr Preis einer Prüfung standhält:

  1. Reinertrag bestimmen. Von der Jahresnettokaltmiete gehen die nicht umlegbaren Bewirtschaftungskosten ab: Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis. Maßgeblich sind die nachhaltig erzielbaren Mieten, nicht eine einzelne Spitzenmiete.
  2. Kapitalisieren. Der Reinertrag des Gebäudes wird mit dem Liegenschaftszinssatz über die Restnutzungsdauer hochgerechnet, dazu kommt der Bodenwert. Die Liegenschaftszinssätze und Bodenrichtwerte veröffentlicht der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin.
  3. Besonderheiten einpreisen. Instandhaltungsstau, Mieten deutlich unter oder über dem Mietspiegel, ausbaufähige Dachgeschosse, Milieuschutz oder Gewerbeanteile verschieben den Wert. Genau hier hilft unsere Verwaltungspraxis: Wir wissen, was eine Strangsanierung kostet und wie schnell sich ein Leerstand vermieten lässt.

Beispiel: Wertermittlung über den Faktor

Ein Gründerzeithaus mit zehn Wohnungen und 720 m² Wohnfläche. Die Zahlen sind ausgedacht und zeigen nur den Rechenweg, der Faktor hängt in der Praxis stark von Lage und Zustand ab.

Jahresnettokaltmiete (Ist) 84.700 €
× Kaufpreisfaktor (Beispiel) 21
= Wert aus dem Ertrag 1.778.700 €
− Instandhaltungsstau (Dach, Steigleitungen) 150.000 €
+ genehmigungsfähige Dachgeschoss-Reserve 80.000 €
Marktwert-Einschätzung rund 1,71 Mio. €

Unsere Wertermittlung ist eine fundierte Marktpreis-Einschätzung für den Verkauf und kostenlos. Ein förmliches Verkehrswertgutachten nach § 194 Baugesetzbuch braucht es nur, wenn Gericht, Finanzamt oder eine zerstrittene Erbengemeinschaft einen unabhängigen Nachweis verlangen. Dann empfehlen wir Ihnen einen öffentlich bestellten Sachverständigen und liefern ihm die Unterlagen aus der Verwaltung zu.

Mehrfamilienhaus bewerten lassen

Für Käufer: Anlageimmobilien prüfen

Eine Immobilie als Kapitalanlage ist keine Entscheidung fürs Wochenende, sondern für die nächsten zwanzig Jahre. Wir zeigen Ihnen, worauf es dabei wirklich ankommt und welche wir aktuell vermarkten.

Was sind Anlageimmobilien

Immobilien, die Sie nicht bewohnen, sondern vermieten. Der Unterschied zur eigenen Wohnung ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine völlig andere Rechnung. Bei der Eigennutzung sparen Sie Miete. Bei der Kapitalanlage erwirtschaftet das Objekt Erträge, und es wird steuerlich anders behandelt.

Die Bandbreite ist groß. Sie reicht von der einzelnen vermieteten Eigentumswohnung, dem klassischen Einstieg mit überschaubarem Volumen, über das Mehrfamilienhaus, das mehr Verantwortung bedeutet, aber das Risiko auf mehrere Mietparteien verteilt, bis zu Häusern, in denen Wohnen und Gewerbe zusammenkommen. Dazu kommen Denkmal- und Sanierungsobjekte mit besonderen steuerlichen Möglichkeiten und entsprechend höherem Prüfaufwand.

Ihr Geld arbeitet dabei an drei Stellen gleichzeitig. In der monatlichen Miete, in der Wertentwicklung des Objekts über die Haltedauer und in der Steuer, weil vermietete Gebäude abgeschrieben werden können. Der Grund und Boden übrigens nicht, weshalb die Aufteilung des Kaufpreises zwischen Grundstück und Gebäude einer der wirksamsten Hebel überhaupt ist.

Und der wichtigste Satz vorweg. Rendite entsteht nicht durch den Kaufpreis allein, sondern durch das Verhältnis von Kaufpreis, Miete, laufenden Kosten und Zins. RechtsOben finden Sie die aktuelle Zinsentwicklung. Kein anderer Faktor verändert Ihre Kalkulation so schnell.

Darauf sollten Sie achten

  1. Lage. Nicht die Stadt entscheidet, sondern die Straße. Mikrolage, Mietspiegel und Leerstand im Quartier zählen. Die Frage ist nicht immer, ob eine Stadt wächst, sondern ob dieser Straßenzug in zehn Jahren noch gefragt ist.
  2. Zustand. Ein niedriger Kaufpreis mit Sanierungsstau ist keine Rendite, sondern eine gestundete Rechnung. Dach, Fenster, Heizung, Leitungen, Fassade. Bei Eigentumswohnungen verraten die letzten drei Versammlungsprotokolle und die Instandhaltungsrücklage, was auf Sie zukommt.
  3. Mieter. Bestehende Verträge bestimmen Ihren Cashflow, und zwar für Jahre. Mietniveau, Laufzeiten und Zahlungshistorie prüfen. Milieuschutz und Kappungsgrenze entscheiden, wie schnell aus Potenzial tatsächlich Miete wird.
  4. Zahlen. Rechnen Sie nach Zins und Tilgung. Alles davor ist Werbung. Kaufpreisfaktor, Nettomietrendite und Cashflow nach Kapitaldienst. Kaufnebenkosten von 8 bis 15 Prozent und die Steuer gehören in die Rechnung, nicht ans Ende.
  5. Zins. Ein Prozentpunkt kostet bei 400.000 € rund 4.000 € im Jahr. Deshalb steht der Chart auf dieser Seite. Zinsbindung, Tilgung und Sondertilgungsrechte wirken oft stärker als ein Preisnachlass. Wer das vor der Objektsuche versteht, verhandelt anders.

Unabhängige Finanzierungsberater

Warum mit einem unabhängigen Finanzierungsberater sprechen

Ihre Hausbank hat genau ein Angebot, nämlich ihr eigenes. Ein unabhängiger Berater vergleicht die Konditionen vieler Banken und findet dabei regelmäßig Unterschiede, die über die Zinsbindung gerechnet fünfstellig werden.

Wichtiger als der Zinssatz allein ist aber die Struktur. Wie lange binden Sie sich, wie hoch tilgen Sie, wie viel Eigenkapital setzen Sie ein, welche Sondertilgungen behalten Sie sich vor. Diese Fragen entscheiden darüber, ob eine Immobilie in fünf Jahren noch zu Ihnen passt.

Und es lohnt sich, das Gespräch vor der Objektsuche zu führen. Wer weiß, was machbar ist, sucht gezielter. Wer eine Finanzierungsbestätigung in der Hand hat, verhandelt aus einer anderen Position und kann schnell zusagen, wenn das richtige Objekt kommt. Gerade bei Objekten abseits der Portale zählt genau das.

Die Beratung ist für Sie kostenfrei. Vergütet wird der Berater über die Bank, für die Sie sich am Ende entscheiden.

Erst rechnen, dann kaufen

Die beste Immobilie nützt nichts, wenn die Finanzierung nicht passt. Tragen Sie sich ein, einer unserer unabhängigen Finanzierungsberater meldet sich bei Ihnen. Kostenlos, unverbindlich und ohne dass Sie sich für ein Objekt entschieden haben müssen.

Kostenloses Finanzierungsgespräch anfragen

LIEPA erbringt selbst keine Finanzierungs-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Ratgeber zum Thema

Häufige Fragen zu Mehrfamilienhaus & Zinshaus

Was ist mein Mehrfamilienhaus wert?

Mehrfamilienhäuser und Zinshäuser werden über den Ertrag bewertet: Jahresnettokaltmiete mal Faktor, korrigiert um Lage, Zustand, Mietniveau und Entwicklungspotenzial, etwa durch ausbaubare Dachgeschosse oder Mieten unter Markt. Weil wir selbst Mietshäuser verwalten, prüfen wir die Zahlen aus der Praxis heraus und rechnen nicht mit Wunschwerten. Eine erste Einschätzung erhalten Sie kostenlos über unsere Immobilienbewertung.

Wie verkaufe ich ein Mehrfamilienhaus oder Zinshaus am besten?

Mit vollständigen Unterlagen und der richtigen Zielgruppe. Käufer von Anlageimmobilien entscheiden über Zahlen: Mietverträge, Betriebskostenabrechnungen, Instandhaltungshistorie und ein sauberes Anleger-Dossier. Wir sprechen unsere Käuferkartei gezielt an, auf Wunsch vollständig diskret als Off-Market-Verkauf, ohne dass das Haus je auf einem Portal erscheint.

Kann ich eine vermietete Wohnung oder ein vermietetes Haus verkaufen?

Ja, jederzeit. Die Mietverhältnisse laufen beim Käufer unverändert weiter, denn Kauf bricht nicht Miete. Die passende Zielgruppe sind Kapitalanleger, die genau solche Objekte suchen, der Preis wird über den Ertrag hergeleitet. Wichtig sind saubere Unterlagen zum Mietverhältnis, von der Kaution bis zur letzten Abrechnung, und die kennen wir aus der Verwaltung.

Lohnt sich ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage?

Das entscheiden Einkaufsfaktor, Finanzierung, Rücklagen und die realistisch erzielbaren Mieten, nicht die Hochglanz-Rendite im Exposé. Wir rechnen mit Ihnen ehrlich, auch wenn dabei herauskommt, dass ein Objekt nicht passt. Wie Sie ein Mehrfamilienhaus kaufen und worauf es dabei ankommt, zeigt unser Ratgeber im Blog.

Was ist ein Zinshaus?

Ein Zinshaus ist ein Mehrfamilienhaus, das zur Vermietung gebaut wurde und seinem Eigentümer regelmäßige Mieteinnahmen bringt. Der Begriff stammt aus der Gründerzeit, als „Zins“ schlicht Miete bedeutete, heute steht er meist für klassische Altbau-Mehrfamilienhäuser als Kapitalanlage. Bewertet wird ein Zinshaus über den Ertrag, also die Jahresmiete mal Faktor.

Worauf kommt es beim Kauf eines Renditeobjekts an?

Auf das Verhältnis von Kaufpreis, realistischer Miete, laufenden Kosten und Zins, nicht auf die Hochglanz-Rendite im Exposé. Dazu gehören die fünf Prüfsteine weiter oben, von der Mieterstruktur bis zum Instandhaltungsstau, und eine Finanzierung, die zur Haltedauer passt. Wer vorbereitet sucht, mit geklärtem Budget und Suchprofil, bekommt bei uns passende Objekte auch abseits der Portale.

Wie funktioniert das Ertragswertverfahren?

Es bewertet eine Immobilie nach dem, was sie verdient: Vom Rohertrag, der Jahresnettokaltmiete, werden die nicht umlegbaren Bewirtschaftungskosten abgezogen, der Rest wird mit dem Liegenschaftszins über die Restnutzungsdauer kapitalisiert und um den Bodenwert ergänzt. Am Markt übersetzt sich das in den Kaufpreisfaktor, also Kaufpreis geteilt durch Jahresmiete. Banken und Gutachter bewerten Mehrfamilienhäuser praktisch immer so, deshalb rechnen wir Verkäufern beide Sichten vor.

Wie berechne ich die Mietrendite?

Die Bruttomietrendite ist die Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal hundert. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite: Dafür rechnen Sie die Kaufnebenkosten zum Kaufpreis dazu und ziehen von der Miete die nicht umlegbaren Kosten wie Verwaltung und Instandhaltungsrücklage ab. Aus der Verwaltungspraxis wissen wir, welche Ansätze realistisch sind, und rechnen ein Objekt lieber einmal konservativ als zweimal schön.

Kann ich nur einen Anteil an einer Anlageimmobilie verkaufen?

Ja. Ein Miteigentumsanteil an einem Mehrfamilienhaus lässt sich verkaufen, etwa der Anteil aus einer Erbengemeinschaft oder einer Bruchteilsgemeinschaft. Der Käuferkreis ist kleiner, weil der Erwerber mit den übrigen Eigentümern zusammenarbeiten muss. Verkaufen Sie einen Erbteil, haben die Miterben ein gesetzliches Vorkaufsrecht, bei einer Bruchteilsgemeinschaft nur, wenn es vereinbart wurde. Meist lohnt sich zuerst das Gespräch mit den Miteigentümern: Übernahme durch einen von ihnen, gemeinsamer Verkauf des ganzen Hauses oder als letzter Weg die Teilungsversteigerung. Wir bewerten den Anteil realistisch und moderieren zwischen den Parteien.

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